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Der Kalender der Samaritaner anhand des Kitab hisab as-sinin und anderer Handschriften PDF

409 Pages·1977·15.911 MB·German
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STUDIA SAMARITANA Herausgegeben von Rudolf Macuch Band III W DE G Walter de Gruyter • Berlin • New York 1977 Sylvia Po weis DER KALENDER der Samaritaner anhand des KITÄB HISÄB AS-SININ und anderer Handschriften W DE G Walter de Gruyter • Berlin • New York 1977 Gedruckt mit Unterstützung der Ernst-Reuter-Gesellschaft der Förderer und Freunde der Freien Universität Berlin e. V. CIP-Kur^titelaufnahme der Deutschen Bibliothek Powels , Sylvia Der Kalender der Samaritaner anhand des Kitäb hisäb as-sinin und anderer Handschriften. — 1. Aufl. — Berlin, New York : de Gruyter, 1977. (Studia Samaritana ; Bd. 3) ISBN 3-11-004763-2 NE : El 'azar 'Abdal-Mu 'in Ben Sadaqa al-Läwi : Hisäb as-sinin wa-l-ashur wa-l-ayyäm © Copyright 1976 by Walter de Gruyter & Co., vormals G. J. Göschen'sche Verlagshandlung • J. Guttentag, Verlags- buchhandlung • Georg Reimer • Karl J. Trübner • Veit 6c Comp., — Printed in Germany — Alle Rechte der Uber- setzung, des Nachdrucks, der photomechanischen Wiedergabe und der Anfertigung von Mikrofilmen — auch aus- zugsweise — vorbehalten. Druck: Werner Hildebrand OHG, Berlin 65 Bindearbeiten: Wübben & Co., Berlin 42 V O R W O RT Die astronomische bzw. im engeren Sinne kalendarische Litera- tur der Samaritaner, mit der sich die vorliegende Arbeit aus- einandersetzt, ist bisher nur sporadisch und lückenhaft bear- beitet worden. Das ist umso erstaunlicher, als bereits seit dem 16. Jahrhundert Forscher versucht haben, diese Literatur zu erschließen. Der Grund mag darin zu sehen sein, daß man zunächst vor der Thematik zurückschreckte, die nicht nur Grundkenntnisse in der Astronomie voraussetzt, sondern auch die chronologischen Berechnungen anderer orientalischer Völ- ker der Antike einschließt. Darüberhinaus wurden die samari- tanischen Originalhandschriften zwar gesammelt und über die ganze Welt verstreut in Bibliotheken aufbewahrt, waren aber unzureichend katalogisiert, so daß es die vordringliche Auf- gabe eines interessierten Samaritanisten gewesen wäre, sich zunächst Zugang zu diesen Handschriftensammlungen zu verschaf- fen. Nicht zuletzt jedoch sorgten die Samaritaner selbst da- für, daß das Geheimnis ihres Kalenders nicht an Außenstehende preisgegeben wurde. Was das Problem der Katalogisierung an- geht, so ist inzwischen durch die Veröffentlichung des ersten Bandes des Kataloges samaritanischer Handschriften von Zuhair SHUNNAR (Berlin 1974) eine beträchtliche Lücke geschlossen wor- den. Die vorliegende Arbeit soll für den Samaritanisten und eben- so für den Chronisten eine Orientierungshilfe für ein bisher sehr schwer zugängliches Gebiet sein. Sie versucht, das The- ma nicht nur sachlich anhand eines ausführlichen Abrisses, der den samaritanisehen Kalender in seiner Stellung innerhalb der orientalischen und abendländischen Kalendersysteme dar- stellt, sondern auch sprachlich zu erschließen. Aus diesem Grunde bilden die Grundlage der Arbeit Edition und Übersetzung einer samaritanisehen Kalenderhandschrift aus dem Jahre 1384/ 85 H (•= 1964/65 C, 6403 der samaritanischen Schöpfungsära = 3603 des Einzugs der Kinder Israel in das Land Kanaan nach samaritanischer Zeitrechnung). Darüberhinaus gibt ein philo- logischer Kommentar Aufschluß über zweifelhafte Stellen, die zu klären nicht immer ganz unproblematisch war, da die hebrä- isch-aramäische Mischsprache der Samaritaner bekanntlich zahl- reiche hybride und typisch samaritani sehe Formen aufweist, die sprachwissenschaftlich kaum eindeutig zu klären sind. Im Hin- blick auf diese Tatsache bot mir jedoch die edierte Iis. einige Vorteile: sie ist vollständig und im Gegensatz zu den übrigen Hss. zusätzlich mit einer die einzelnen Kriterien des Kalen- dersystems erläuternden Einleitung versehen. Darüberhinaus be- stand die Möglichkeit, per Briefwechsel mit dem Autor ELCAZAR CABD AL-MUclN B. §ADAQA, einem ehemaligen Mathematiklehrer und jetzigen Priester in Nablus, der zur Zeit zweifellos der beste Kenner des samaritanischen Kalenders ist, einige etymologisch schwierige Formen und Verschreibungen, die das Verständnis des Textes erschwerten, zu klären. Eine weitere interessante Kalenderhandschrift aus der GASTER- Sammlung im British Museum, London, wurde zusätzlich im An- hang ediert, nämlich Or 10 714 (= CG 858, SHUNNAR Nr. 65). Ein Glossar der Termini technici enthält die astronomischen und kalendarischen Fachausdrücke der bearbeiteten Hss. Die Entstehung der Arbeit verdanke ich der Anregung meines Lehrers, Herrn Professor Dr. Rudolf MACUCH, der im Rahmen ei- nes Forschungsaufenthaltes in Nablus im Frühjahr 1965 eine Reihe von Hss. für das Seminar für Semitistik und Arabistik der Freien Universität Berlin erwerben konnte, u.a. das K i - täb fyis&b a s - s i n l n, das der vorliegenden Ar- beit zugrunde liegt. Die Thematik kam meinem besonderen Inter- esse für die Astronomie und das Kalenderwesen sehr entgegen. Es stellte sich jedoch bald heraus, daß aufgrund der erwähnten Textschwierigkeiten sowie zum Zwecke der Bearbeitung weiteren VI Handschriftenmaterials über den Kalender ein Studien- und Forschungsaufenthalt in größtmöglicher Nähe der samaritanisehen Gemeinde unumgänglich war. Durch die Initiative von Herrn Pro- fessor MACUCH wurde mir dies im Herbst des Jahres 1969 mittels eines Stipendiums der Freien Universität Berlin für den Zeit- raum von zwei Jahren ermöglicht, währenddessen ich die in der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem vorhandenen samaritanischen Hss. astronomischen Inhalts durch- sehen und bearbeiten konnte. Herrn Professor MACUCH, der den Werdegang dieser Arbeit mit stetem Interesse verfolgt, durch fachkundigen Rat bei der Klärung philologischer Probleme geholfen und im Zusammenhang mit der Erstellung des Manuskriptes zahlreiche wertvolle An- regungen beigesteuert hat, möchte ich an dieser Stelle meinen besonderen Dank aussprechen. Weiterhin gebührt mein Dank Herrn Professor Dr. Zeev BEN- IJAYYIM von der Hebräischen Universität Jerusalem, einem der besten Kenner der samaritanischen Sprache und Literatur, der mir während meines dortigen Aufenthaltes stets bereitwillig bei der Klärung von Einzelproblemen behilflich war, sowie dem Autor des K i t Sb fyisäb a s - s i n i n, dem Priester ELCAZAR CABD AL-MUTN B. §ADAQA AL-LÄWT, der ebenfalls zur Klä- rund schwieriger Samaritanismen beitrug sowie auf einige Ver- schreibungen aufmerksam machte. Einige wertvolle Anregungen verdanke ich Herrn Professor Zu- hair SHUNNAR und Herrn Dr. Heinz POHL vom hiesigen Institut für Semitistik und Arabistik und nicht zuletzt bin ich der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek, die mir bereit- willig Handschriften und Mikrofilme zur Verfügung stellte und jede mögliche Unterstützung gewährte, zu Dank verpflichtet. Berlin, im September 1975 Sylvia Powels VII INHALTSVERZEICHNIS Abkürzungen XIII Transkriptionen XVII A. E i n l e i t u ng I. Kalender- und astronomische Hss. der Samaritaner 3 II. Vorbemerkungen zur Edition des K I X 3 B U I S J B A S - S I N lN 7 III. Wiedergabe des Textes und Obersetzung 10 IV. Die Zitate aus dem Pentateuch 11 V. Der Autor 11 VI. Weitere bearbeitete Kalenderliteratur 1. Or 10 321 (= CG 1150) 12 2. Or 10 431 (= CG 1149) 13 3. Or 10 567 (= CG 888) 15 4. Or 10 714 (= CG 858) 15 VII. Bisherige Veröffentlichungen 17 B. D er s a m a r i t a n i s c he K a l e n d er I. Vorbemerkung 25 II. Ursprung des Kalenders 26 III. Zeitelemente 1. Die Stunde und ihre Unterabteilungen 30 2. Tagesbeginn, Tag und Woche 33 3. Monate, Monatsanfang, Monatseinteilung 36 4. Jahresform 43 5. Jahresbeginn 45 6. Schaltung 49 7. Zyklen und Perioden a) Der 19jährige Mondzyklus 52 b) Der 28jährige Sonnenzyklus 54 8. Jahre der Freilassung, Erlaß-, 5 a b b fi t - und Jubeljahre 55 9. Ären der Samaritaner 59 10. Nichtsaraaritanische Ären, von ihnen benutzt a) Die Ära Jezdegerd und andere persische Einflüsse 62 b) Die H i g r a - Ära 66 c) Der Julianische Kalender 67 d) Der Gregorianische Kalender 72 11. Die Berechnung der Konjunktion 74 12. Sonnen- und Mondfinsternisse 93 13. Zodiakus, Planeten, Stundenregenten 102 14. Mondstationen 106 IV. Festkalender 1. Allgemeines 110 2. Das P e s a j) - Fest (noon nyia) 111 3. Das Fest der ungesäuerten Brote (mxan an) ... 113 4. CÖ m e r - Zählung 114 5. Das Wochenfest (mya®n an) 116 6. Das Fest des 7. Monats ('y'awn snnn Tyia) ... 117 7. Der Versöhnungstag (nissn 01') 118 8. Das Laubhüttenfest (rnson in) 120 9. Das Schlußfest (msy 'j'o®) 123 10. § i m m ü t Pesafy und § i m m ü t S u k k 6 t (mson nissi nosn mos) 124 11. ä a b b St , ausgezeichnete ä a b b 5 t 5 t 128 12. Ausgezeichnete Tage und Wochen 133 13. Die Einteilung des Pentateuchs 134 a) Genesis 135 b) Exodus 136 c) Leviticus 137 d) Numeri 137 e) Deuteronomium 138 f) Unterteilung in D'sp 139 X

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