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AIDS: Taschenwörterbuch PDF

126 Pages·1992·2.388 MB·German
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MIT DEN BESTEN EMPFEHLUNGEN BRISTOL ARZNEIMITTEL ONKOLOGIE Stephan Dressler Matthias Wienold AIDS Taschenwörterbuch Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH Dr. med. Dr. phil. Stephan Dressler AIDS-Zentrum am Bundesgesundheitsamt Fachgebiet Information und Dokumentation Reichpietschufer 74-76 W-1000 Berlin 30 Dr. med. Matthias Wienold Deutsche AIDS-Hilfe e.V. Referat Medizin und Gesundheitspolitik Nestorstr. 8-9 W-1000 Berlin 31 Die 1. Auflage wurde von den beiden Autoren im Eigenverlag herausgegeben. Die Deutsche Bibliothek -CIP·Einheitsaufnahme Dressler, Stepbaa: AIDS·T aschenwörterbuch / Stephan Dressler; Matthias Wienold. -2., überarb. und erw. Aufl. -Berlin; Heidelbe[Jt; New York; London; Paris; Tokyo; Hong Kong; Barcelona: Springer 1992 NE: Wienold, Matthias:; HST ISBN 978-3-540-55772-2 ISBN 978-3-662-00610-8 (eBook) DOI 10.1007/978-3-662-00610-8 Wichtiger Hinweis: Medizin als Wissenschaft ist ständig im Fluß. Forschung und klinische Erfah rung erweitern ständig die Kenntnisse, insbesondere in bezug auf Behandlung und medikamentöse Therapie. Soweit in diesem Werk eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird, darf der Leser zwar darauf vertrauen, daß die Autoren größte Mühe darauf verwandt haben, daß diese Angabe dem Wissensstand bei FertigsteDung des Werks entsprechen. Dennoch ist jeder Benutzer aufgefordert, die Beipackzettel der verwendeten Präparate zu prüfen und sich anhand anderer Quellen zu informieren. Dies gilt insbesondere bei selten verwendeten oder neu auf den Markt gebrachten Präparaten sowie bei Medikamenten, die vom Bundesgesundheitsamt (BGA) in ihrer Anwendbarkeit eingeschränkt worden sind. Geschützte Warennamen (Warenzeichen) werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, daß es sich um einen freien Warennamen handelt. © Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992 Ursprünglich erschienen bei Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992 Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervie\fältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Photokopie, Mikrofilm oder anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung der Autoren reproduziert werden oder unter Verwen dung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Satz: Satz-und Reprotechnik GmbH, 6944 Hemsbach 27/3145/5 4 3 2 1 0 - Gedruckt auf säurefreiem Papier Vorwort zur 2. Auflage Nur wer informiert ist über Risiken, Gefahren und Übertragungs wege einer HIV-Infektion, kann sich wirksam schützen. Auf klärung und Information bilden wichtige, wenn nicht gar die wichtigsten Bestandteile einer jeden Präventionskampagne über haupt. Für einen sachlichen, vorurteilsfreien Umgang mit der Krankheit AIDS und den mit einer HIV-Infektion auftretenden gesundheitlichen Problemen sind Informationen ebenfalls grund legend. Dem auch heute noch unvermindert starken Bedürfnis nach Informationen über HIV und AIDS wird oft nur teilweise Rech nung getragen. Fachinformationen einerseits sind häufig für den medizinischen Laien unverständlich, während allgemeine öffent liche Informationskampagnen nicht selten als nichtssagend oder schlicht albern empfunden werden. In dieser Situation war es unser Anliegen, dem medizinischen Laien mit diesem Buch die Möglichkeit zu verschaffen, sich mitunter auch komplizierte Sachinformation leichter zugänglich zu machen. Informationen über AIDS und HIV-Infektion werden sowohl von medizinischem Fachpersonal als auch von HIV-infizierten Menschen, von Erkrankten und ihren Angehörigen, Freundin nen und Freunden dringend benötigt. Dieses Taschenwörterbuch soll einen Beitrag zur Aufklärung über AIDS und HIV leisten, indem es vor allem Begriffe erläutert, die in der medizinischen Fachliteratur gebräuchlich sind. Diese Erklärungen können das Gespräch mit dem Arzt oder auch ein Nachlesen in einschlägigen Fachbüchern und anderen Wörterbüchern nicht ersetzen, son dern sollen wie schon in der ersten Auflage des Buchs in erster Linie zum besseren Verständnis des HIVI AIDS-"Fachchinesisch" beitragen. Wir haben dabei wiederum den neuesten Wissensstand berücksichtigt, können aber andererseits nicht vor Fehlern sicher sein. Erneut möchten wir daher die Benutzer ausdrücklich um Hinweise auf eventuelle Fehler und um Ergänzungsvorschläge bitten und uns an dieser Stelle auch für die eingegangenen Hin weise bedanken. Wir empfehlen in jedem Fall, Informationen auch anhand anderer aktueller Quellen zu überprüfen, da gerade in bezug auf HIV und AIDS ständig neue Erkenntnisse veröf fentlicht werden. Die in diesem Buch erwähnten Therapieverfah ren sollten auf keinen Fall ohne ärztliche Begleitung angewendet werden. Die erste Auflage des Buchs ist vor einem Jahr unter dem Titel "AIDS-Glossar" erschienen. Das Buch ist auf eine sehr positive Resonanz gestoßen und war innerhalb kurzer Zeit vergriffen. Auch die Publikation der dadurch erforderlich gewordenen zwei ten Auflage dieses kleinen Wörterbuchs, die vollständig aktuali siert und um zahlreiche Stichwörter erweitert wurde, war nur durch die Unterstützung der Firma Bristol Arzneimittel GmbH möglich, der wir an dieser Stelle ausdrücklich danken. Ebenfalls danken wir dem Lektorat der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. sehr herzlich für die Zusammenarbeit sowie dem Springer-Verlag für die kompetente verlegerische und Herrn R. Kusche, Sinzheim, für die kompetente herstellerische Betreuung dieses Buchs. Berlin, im Juni 1992 Stephan Dress/er Matthias Wienold Hinweise zur Benutzung des Glossars Auswahl der Stichwörter Das Glossar enthält vor allem medizinische Stichwörter aus dem Bereich AIDS und HIY. Wichtige allgemeinmedizinische Stich wörter wurden wenn möglich berücksichtigt. Bei Medikamenten sind die internationalen Freinamen (INN) als Eintrag aufgenom men und die Handelsnamen verzeichnet. Nur Handelsnamen speziell antiviraler oder antiretroviraler Medikamente wurden als eigener Eintrag aufgenommen. Einordnung der Stichwörter Die Stichwörter sind strikt alphabetisch angeordnet. Die Um laute ä, ö und ü werden wie ae, oe und ue, ß wird wie ss behandelt. Vorsilben griechischer Her~unft sind ausgeschrieben, wenn sie fester Bestandteil des Stichworts sind. Wortzwischenräume und Zahlen werden bei der Einordnung nicht berücksichtigt. Stichwörter sind normalerweise im Singular angesetzt. Verben werden im Infinitiv, Adjektive in der unflektierten Form ange geben. Abkürzungen sind wie Stichwörter an der jeweiligen alphabetischen Stelle aufgenommen. Zusammengesetzte oder mehrteilige Stichwörter sind nach dem ersten Bestandteil alphabetisch eingeordnet. Aus Adjektiv und Substantiv zusammengesetzte Stichwörter sind unter dem Adjektiv eingeordnet, z. B. passive Immunisierung unter p. Angaben zu den einzelnen Stichwörtern Die Einträge zu den einzelnen Stichwörtern enthalten kurze Er läuterungen, die vor allem als Verständnishilfe zu medizinischen Texten gedacht sind und keine Therapieempfehlung oder Anlei tung zu diagnostischen Maßnahmen darstellen. Als experimen- teIle Medikamente werden Arzneimittel bezeichnet, die derzeit noch in Studien oder Laborverfahren auf ihre Wirksamkeit bzw. Anwendbarkeit untersucht werden und zum Zeitpunkt der Fer tigstellung des Buchs noch nicht zugelassen waren. Verweise auf andere Einträge im Glossar erfolgen durch s. (siehe), vgl. (ver gleiche) oder durch einen Pfeil Cl'). Die Schreibweise der Stichwörter richtet sich in der Regel nach Pschyrembel's Klinischem Wörterbuch oder dem Duden-Wörter buch medizinischer Fachausdrücke. Abkürzungen Abk. - Abkürzung AIDS - Acquired Immune Deficiency Syndrome Bez. - Bezeichnung bzw. - beziehungsweise engl. - englisch evtl. - eventuell HIV - Human Immunodeficiency Virus i.d.R. - in der Regel insbes.-insbesondere i. v . - intravenös NW - Nebenwirkung s. - siehe sog. - sogenannt u. a. - und andere, unter anderem v. a. - vor allem vgl. - vergleiche z.B. -zum Beispiel z. T. - zum Teil z. Z. - zur Zeit 1 ACTU A A-77003: experimentelles Medikament ()"Proteasehemmer), das in vitro gegen HIV wirksam ist. abdominal: auch abdominell; zum Bauch oder Unterleib (la teinisch abdomen) gehörend. Abhängigkeit: seelische oder körperliche Abhängigkeit von ei ner Substanz, einer Situation, einer Person oder einem Bedürfnis. Als Drogenabhängigkeit wird die A. von einer pharmakologisch wirksamen Substanz (z. B. Heroin) bezeichnet, bei der es zur Entwicklung einer Toleranz, Dosissteigerung und Entzugssym ptomen kommt. Ablatio retinae: Ablösung der Netzhaut des Auges. ABLC: Abk. für (engl.) Amphotericin B Lipid Complex; )"li posomales Amphotericin B. Abmptio: (lateinisch) Schwangerschaftsabbruch. Abstinenz: Enthaltsamkeit, Enthaltung; z. B. im Sexualverhal ten. Abstrich: Probenentnahme von Haut oder Schleimhaut mit einem Tupfer oder Spatel zur Untersuchung. Vgl. Papanicolaou Abstrich. Abszeß: abgekapselte Eiteransammlung; entzündlich gebilde ter, mit Eiter gefüllter Hohlraum. Abwehrschwäche: s. Immundefekt. Acanthamoeba: einzelliges tierisches Lebewesen (Protozoon) der Gattung Amöben. A. können eine )"Meningoenzephalitis verursachen. Acetylcystein: s. N-Acetyl-L-Cystein. Acetylsalicylsäure: Abk. ASS, Handelsname z. B. Aspirin; Medikament, das zur Fiebersenkung und Schmerztherapie einge setzt wird. NW: Magenbeschwerden, erhöhte Blutungsnei gung. Aciclovir: Handelsname Zovirax; antivirales Medikament zur Behandlung von Herpes simplex und Varicella-Zoster-Virus, das in vitro auch gegen Epstein-Barr-Virus und Zytomegalie-Virus wirkt und in Studien als Kombinationstherapie mit Zidovudin erprobt wird. Acquired Immune Deficiency Syndrome: )" AIDS. ACTG: Abk. für (engl.) )"AIDS Clinical Trials Group. ACTU: Abk. für (engl.) AIDS Clinical Trials Unit; in den USA Bezeichnung für HIV-Studienambulanzen, die in der ACTUP 2 /' ACTG organisiert und an Multicenter-Studien beteiligt sind. ACT UP: Abk. für AIDS Coalition to Unleash Power. Politi sche Interessen-und Aktionsgruppe von Menschen mit HIV und AIDS. ADCC: Abk. für (engl.) Antibody-Dependent Cell-Mediated Cytotoxicity, Antikörper-abhängige zellvermittelte Zytotoxizi tät. Form der Zytotoxizität, bei der Effektorzellen antikörpertra gende Zellen erkennen und diese den Lymphozyten präsentie ren. additiv: zusätzlich, z. B. additive Wirkung eines weiteren Medikaments. Adenin: häufig vorkommende Purinbase, die mit Ribose bzw. Desoxyribose Nukleoside bildet. Adenopathie: krankhafte Veränderung von Drüsen, z. B. Ver größerung der Lymphknoten (/,Lymphadenopathie). Adenosin: Nukleosid aus der Purinbase Adenin und Ribose; Baustein von DNA und RNA. adjuvant: unterstützend, ergänzend; z. B. adjuvante Chemo therapie als Verfahren neben der Anwendung von Strahlenthe rapie oder operativer Therapie. Aerosol: Feststoff-Luft- oder Flüssigkeit-Luft-Gemisch. Aerosolinhalation: Einatmen eines Stoffs in feinstverteilter bzw. vernebelter Form (als Aerosol), z. B. Inhalation von /,Pen tamidin zur Prophylaxe oder Behandlung einer /,Pneumocystis carinii-Pneumonie. Aerosoltherapie: Behandlung mit einem /' Aerosol. Ätiologie: Lehre von den Ursachen der Krankheiten. Affekt: zeitlich kurze und intensive Gefühlsregung. Begriff in der Untersuchung z. B. psychischer Folgen des HIV-Anti körpertests. Eine einheitliche längerdauernde Ausrichtung solcher, sonst vielfältiger Affekte wird als Stimmung bezeich net. Afrikanisches Kaposi-Sarkom: s. Kaposi-Sarkom. Ag: Abk. für /' Antigen. AgammagIobulinämie: Fehlen von Gammaglobulinen im Blut, das zur Störung der humoralen Immunabwehr führen kann. Vor kommen z. B. als angeborene Störung oder als erworbene A. unter anderem bei starkem Eiweißverlust z. B. bei schwerem, langanhaltenden Durchfall. 3 AIDS-Fallregister Agar: auch Agar-Nährboden; fester Nährboden zur labordia gnostischen Anzucht von Pilzen und Bakterien, der 1-2 % Agar Agar enthält. Agar-Agar: Konzentrat aus Rotalgen und Geliermittel. AGM: Abk. für (engl.) African Green Monkey, grüne Meer katze. AGM-1470: Kurzbezeichnung für eine Substanz, die dem An tibiotikum /,Fumagillin ähnelt und die Bildung von Blutgefäßen hemmt (Angiogeneseinhibitor). Experimentelle Verwendung zur Behandlung des Kaposi-Sarkoms. Agranulozytose: Fehlen weißer Blutkörperchen (Granulozy ten) , das infolge allergischer oder toxischer Reaktionen entstehen kann. Vorkommen z. B. als Nebenwirkung von Medikamenten. AIDS: oder Aids; Abk. für (engl.) Acquired Immune Defi ciency Syndrome, erworbener Immundefekt, erworbene Ab wehrschwäche. Bei einem Immundefekt ist die körpereigene Abwehrfähigkeit gegenüber Krankheitserregern vermindert. Das Krankheitsbild AIDS - verursacht durch HIV - wird geprägt durch verschiedene Infektionen und Tumoren, die sich infolge des Immundefekts entwickeln können. Da bei der ersten Beobach tung dieses Syndroms eine Ursache noch nicht erkennbar war, wurde eine Definition entwickelt, die auch nach der Entdeckung von /,HIV in abgeänderter Form weiterhin als klinische Dia gnose "Vollbild AIDS" gebräuchlich ist. Vgl. CDC-Falldefini tion. AIDS elinieal Trials Group: Abk. ACTG; vom National Institute of Allergy and Infectious Disease (NIAID) in den USA geförderte medizinische Zentren, in denen neue Behandlungen von HIV-assoziierten Infektionen und AIDS in Multicenter-Stu dien geprüft werden. Diese Studien werden durch die Abk. ACTG und eine durchgehende Numerierung gekennzeichnet, z.B. ACTG 019. AIDS-Demenz: mit HIV-Enzephalopathie auch (engl.) AIDS dementia complex; Bez. für schwere Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit, Abgestumpftheit oder Gereiztheit und Beeinträch tigung intellektueller Fähigkeiten, die bei HIV-Infektion des Gehirns auftreten können. AIDS-Enzephalopathie: s. HIV-Enzephalopathie. AIDS-Fallregister: Erfassungssystem der seit 1982 in der Bun desrepublik Deutschland aufgetretenen AIDS-Fälle, geführt vom AIDS-Zentrum am Bundesgesundheitsamt. Die Meldung erfolgt

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