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1958/61 PDF

259 Pages·1962·13.35 MB·German
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lahrbuch der Hafenbautechnischen Gesellschaft Fiinfundzwanzigster und sechsundzwanzigster Band 1958/61 Mit 2 Bildnisseo nod 158 Abbildnogeo Springer-Verlag B er lin/ Gottingen/Heidelberg 1962 SchriftleitungsausschuB Erster Baudirektor Prof. Dr. -Ing. A. Bolle, Hamburg Baudirektor Dr.-Ing. H. Neumann, Hamburg Ministerialrat Dipl.-Ing. H. Wegner, Bonn ISBN-13: 978-3-642-45992-4 e-ISBN-I3: 978-3-642-45991-7 DOl: 10.1007/978-3-642-45991-7 Aile Rechte. insbesondere das der Ubersetzung in fremde Sprachen. vorbehalten. Ohne ausdriickliche Genehmigung des Verlages ist es auch nicht gestattet. dieses Buch oder Teile daraus auf photomechanischem Wege (Photokopie. Mikrokopie) oder auf andere Art zu vervielfliltigen. © by Springer-Verlag OHG. • Berlin/Gottingen/Heidelberg 1962 Softcover reprint of the hardcover 1st edition 1962 Inhallsverzeichnis Die Hafenbautechnische Gesellschaft 1958/1959 ........................................................... . Die mitteleuropaischen Verkehrswege von 1200 bis 1500. Von ProfesBor Dr. Carl Schneider, Speyer................ 5 Die Binnenwasserstrallen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 10 Die Nord-Siid-Strallen ............................................................................... 16 Die Alpenpasse ..................................................................................... 20 Die West-Ost-Verbindungen .......................................................................... 22 Schrifttum. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 24 Binnenhiifen und Binnenverkehr. Von Professor Dr. H. St. Seidenfus, Giellen 26 Planung, Bau und Betriebseinrichtung des Hafens Greenville-Liberia. Von Professor Dr.-Ing. E. h., Dr.-Ing. A. Agatz, Bremen............................................................................................ 31 Vorbemerkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 32 I. Die Generalplanung ............................................................................. :32 II. Die Bauausfiihrung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 5:3 III. Die Bauerfahrungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 59 IV. Zusammenfassung .............................................................................. 6:3 V. Die technische Ausriistung des Hafens ............................................................ 6~~ VI. Zusammenfassung .............................................................................. 91 Ein FluB belebt seine Landschaft. Von Dr. Karl Liibe, Bremen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 92 Werden und Wert der Kanalisierung der Mittelweser... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 92 Grolle Plane friiherer Zeiten .......................................................................... 92 Die vernachlassigte Weser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 94 Projekte urn Nord-Siid-Wasserstrallen ................................................................. 96 Geringe Fiirsprache fUr die Weser ..................................................................... 9H Die Mittelweser im Blickfeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 100 Erneute Zuriicksetzung der Mittelweser ................................................................ 102 Hansa-Kanal gegen Mittelweser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 105 Neue Forderungen an die Mittelweser, aber wieder keine Hilfe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 106 Baubeginn aus politischen Griinden ................................................................... 109 Wieder ein neuer Anfang ............................................................................. 110 Wasserwirtschaft und Landeskultur ................................................................... Il2 Das Hochwasser als Feind des Menschen ............................................................... Il5 Urn die Zukunft der Landwirtschaft ................................................................... IIH Schwierigkeiten der Finanzierung ...................................................................... Il9 Der Wasserbau ..................................................................................... 121 Energie aus Wasserkraft .............................................................................. 125 Veranderungen im Grundeigentum .................................................................... 12H Wirtschaftliche Entwicklungen ....................................................................... 12H Von der Arbeit des Weserbundes ...................................................................... 1:31 Die Mittelweser als Verkehrsweg. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 1:35 Schlull .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 1:37 Schrifttum. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. ...................... 1:37 IV Inhaltsverzeichnis Die Rohiilumschlagsanlage in Wilhelmshaven. Von Dr.-Ing. Giintel Clemens, Wilhelmshaven .................... 138 A. Wilhelmshaven ala Ausgangspunkt einer RohOlleitung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 138 B. Technische Gedanken zum Bau der Umschlagsanlagen ............................................... 141 C. SchluBbemerkungen .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 150 Ein einheitliches Bezeichnungssystem fiir die europaischen Binnenschitlahrtsstrallen. Von Dr.-Ing. G. Wiedemann, Bonn 151 Schrifttum .......................................................................................... 157 Fenderungen im Hafenbau. Von Dr.-Ing. Hans-G. Rinne, Bremen ........................................... 158 I. Einleitung ..................................................................................... 158 II. Ermittlungen iiber die GroBe des SchiffsstoBes und die Beanspruchungen der Bauwerke, Fender und Schiffe 159 III. Die eigentlichen Fender ala Zwischenglieder zwischen Bauwerk und Schiff .............................. 179 IV. Zusammenfassung .............................................................................. 239 V. Schrifttum ..................................................................................... 241 Verzeichnisse I. Verfasser- und Namenverzeichnis .................................................................... 245 II. Orts- und Gewasserverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 246 III. Sachverzeichnis ................................................................................... 246 Ehrenmitglieder Am 9. Mai 1961 wurden anlan1ich der 27.ordentlichen Hauptversammlung in KOln Herr Hafenbaudirektor Dr.-Ing. E. h. Friedrich Miihlradt in Anerkennung seiner langjahrigen Tatigkeit als stellvertretender Vo rsitzender der Gesellschaft, in Wiirdigung seiner gronen Verdienste um den Wieder aufbau des Hafens Hamburg sowie seiner Arbeiten auf dem Gebiete des Verkehrswesens und der Gestal tung von Seehafen sowie das langjahrige V orstandsmitglied Herr Reedereidirektor i. R. Kurt Hartwig in Anerkennung seiner Verdienste um die Gesell schaft undum die Entwicklung und den Betrieb der Binnenhafen zu Ehrenmitgliedern der Gesellschaft ernannt. VII t Erster Baudirektor i. R. Erich Bunnies Ais am 10. Dezember 1958 der friihere Erste Baudirektor yom Strom- und Hafenbau Ham burg, Erich Bunnies, im Alter von 84 Jahren seine Augen fiir immer schloB, verlor mit ihm die Hafenbautechnische Gesellschaft ihr um die Geschicke der Gesellschaft hochverdientes Ehren mitglied. 40 Jahre lang gehorte er seit 1919 der Hafenbautechnischen Gesellschaft an und war in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen Vorsitzender des Schriftleitungsausschusses und Mit glied des kleinen Vorstandsrates. Am 23. J anuar 1944 verlieh die Gesellschaft ihm aus AniaB seines 70. Geburtstages in der 25jahrigen Jubilaums- Anerkennung seiner groBen tagung der Gesellschaft in Verdienste urn den Ausbau Liibeck-Travemiinde seine des Hafens Hamburg und die mit kundiger Hand in Verse Entwicklung der Hafenbau- gekleidete Rede, die in ihrer technischenGesellschaft, ins- humorvollen Art in einem besondere die Herausgabe ganz besonderen MaBe zu der Jahrbiicher, die Ehren- der frohen Feststimmung mitgliedschaft. Wir Mitglie- beitrug. der der Gesellschaft schatz- Erich Bunnies wurde am ten in dem Verstorbenen 23. Januar 1874 in Wiisten- nicht nur den groBen Meister felde am Ukleisee (Schles- der Wasserbaukunst, son- wig-Holstein) geboren und dern auch den Menschen, studierte nach Ablegung der der sich durch seinen unver- Reifepriifung Bauingenieur- wiistlichen Humor auch wesen an den Technischen in den schwersten Zeiten, Hochschulen Miinchen und durch seine Liebenswiirdig- Hannover. Nach Beendi- keit und seine personliche gung des Studiums war er Bescheidenheit nicht nur die kurze Zeit in der Privatwirt- Achtung, sondern auch die schaft tatig und trat am Liebe alier derer erwarb, die 1. Mai 1898 als Diplom-In- mit ihm dienstlich und ~ genieur in die Dienste der auBerdienstlich in Beriih- "~~N~ Hansestadt Hamburg. Seit rung kamen. UnvergeBlich r""'~1 dem 1. Dezember jenes Jah- bleibt den Teilnehmern an res gehorte er der damaligen "Sektion Strom- und Hafenbau" an, wurde dort 1901 als Baumeister in das Beamtenverhaltnis iibernommen, 1911 zum Wasserbauinspektor, 1919 zum Baurat, 1920 zum Oberbaurat und 1922 zum Baudirektor befordert. Nachdem Bunnies 1930 zum Ersten Baudirektor ernannt worden war, iibernahm er von 1931 bis zur Versetzung in den Ruhestand im Jahre 1937 die Leitung des Strom- und Hafenbaus. In seiner langen Dienstzeit bei der Hansestadt hat er die stiirmische Entwicklung des Hafens Hamburg zum Welthafen mitgemacht und in schwierigen Zeiten die Leitung der gesamten Bau aufg ab en in seiner Hand vereinigt. Seine groBen Erfahrungen als Hafenbauer, die sich auf Pla nung, Konstruktion und Ausfiihrung erstreckten, machten ihn auch auBerhalb der Grenzen Deutschlands bekannt. Seine unermiidliche Arbeitskraft lieB Bunnies nach dem Ausscheiden aus hamburgischen Dien sten nicht ruhen, und so iibernahm er Anfang 1938 die Leitung der "Marinebaudirektion Helgo land" in Hamburg. Auch hier hat er es durch seine Personlichkeit verstanden, seinen Mitarbeiter stab zu einem geschlossenen Ganzen zusammenzufiigen und bis 1945 mit ihm die groBen Inge nieurbau-Aufgaben der Marine in Helgoland und Hamburg in die Tat umzusetzen. So wird uns allen unser verstorbenes Ehrenmitglied Erich Bunnies als tatkraftiger, hervor ragender Ingenieur mit hohen Charaktereigenschaften in der Erinnerung stets ein Vorbild bleiben. VIII t Dr.-Ing. E. h. Rudolf Christiani Am 12. Dezember 1960 schied mit Dr.-Ing. E. h. Rudolf Christi ani ein Altmeister der Inge nieurbaukunst aus dem Leben. Bereits sein Studium an den Technischen Hochschulen in Danemark und Frankreich wies ihm den Weg, die aus dem vorigen Jahrhundert iibernommenen Konstruktionsformen und Bauweisen mit neuen Ideen zu befruchten. Folgerichtig eignete er sich, in Diensten danischer, franzosischer und deutscher Firmen stehend, die Grundlagen neuzeitlicher Ingenieurbaukunst an. Diese Er fahrungen zeigten ihm die Liicke, die er mit der Griindung seiner Firma Christi ani & Nielsen zusammen mit seinem Partner Aage Nielsen auszufiillen gedachte. Mit der ihm angeborenen Tatkraft festigte er zuerst in seinem Heimatland Danemark die junge Firma und siedelte 1908, 31 Jahre alt, nach Hamburg iiber, um hier die erste auslandische Niederlassung aufzubauen. Die von ihm fiir die Hafen Hamburg nieur wie auch als leistungs- und 8tettin entworfenen fahiger Bauunternehmer be- erstenKaimauernin Stahlbe- griindeten den Welterfolg ton mit Griindung auf Stahl- seines Stammhauses. Die von betonpfahlen und Stahlb e- seiner Firma ausgefiihrten tonspundwanden wiesen eine Ingenieurbauten auf fast hervorragende konstruktive allen Gebieten des Bau- Eleganz auf, auf Grund derer ingenieurwesenslegtenZeug- es ihm moglich war, den Ruf nis ab von seiner hohen In- dieser von ihm geleite- genieurkunst. Immer wieder ten Niederlassung innerhalb bewies er bei der Durch- weniger Jahre so zu festigen, fiihrung dieser groBen Auf- daB er alsdann, an den gaben, daB auch in den fern- Stammsitz seiner Firma zu- sten Landern der Welt sein riickkehrend, weitere Nie- Ruf als tatkriiftiger und fai- derlassungen im Ausland rer Unternehmer anerkannt griinden konnte. Der im wurde. Auf seinen vielen Jahre 1917 durchgefiihrten Auslandsreisen war er un- Griindung einer Tochter- ermiidlich darauf bedacht, gesellschaft in Brasilien folg- daB auf Grund seines eige- ten in den nachsten J ahr- nen Weitblicks auch seine zehnten weitere Niederlas- Mitarbeiter die modernsten sungen an den Brennpunk- ~ Konstruktionsformen und ten unseres Erdballes, wo • - Bauweisen zur Anwendung groBe Ingenieuraufgaben zu brachten, die den Erfolg bei lOsen waren. Seine Umsicht _ _ vielen internationalen Aus- und Tatkraft als Zivilinge- schreibungen sicherten. "Ober fiinf Jahrzehnte leitete er seine Firma, im letzten Jahrzehnt mit Erfolg von seinem Sohn unterstiitzt. Seinen Mitarbeitern gegeniiber war er ein Chef, der von ihnen genau so viel verlangte wie von sich selbst, aber in allen seinen Entschliissen lieB er seine groBe Menschlichkeit nie vermissen. Seine bahnbrechenden Leistungen wurden im In- und Ausland anerkannt und brachten ihm zahlreiche Ehrungen ein. In Deutschland verlieh ihm 1927 die Technische Hochschule Braun schweig die Wiirde eines Doktor-Ingenieur E. h. und ernannte ihn 1952 zum Ehrensenator. Die Jahre seiner Tatigkeit in Hamburg fiihrten ihn in den Architekten- und Ingenieur-Verein, wo er nicht nur Anregungen empfing, sondern seine unternehmerischen und Ingenieurfahigkeiten mit Erfolg ausstrahlte. Der Architekten- und Ingenieur-Verein dankte ihm 1952 fiir seine un ermiidliche Mitarbeit mit der Ehrenmitgliedschaft. Als der damalige Oberbaudirektor Wendemuth vom Strom- und Hafenbau Hamburg zusam men mit dem damaligen Generaldirektor der Duisburger Maschinenbau AG, Kauermann, und dem ordentlichen Professor fiir Grund- und Wasserbau, Geheimrat de Thierry (Berlin), den Ge danken der Griindung einer deutschen Hafenbautechnischen Gesellschaft diskutierten, erkannte er mit seinem Weitblick die vorhandene Liicke im deutschen Seehafenbau und griindete alsdann zusammen mit anderen deutschen Kollegen die Hafenbautechnische Gesellschaft, der er sein Leben lang treu geblieben ist. Sie ernannte ihn 1939 in Anerkennung seiner langjahrigen Ver dienste auf dem Gebiet des Hafenbaues und um den Ausbau und die Entwicklung der Hafenbau technischen Gesellschaft zum Ehrenmitglied. So war das Leben von Dr. Christiani mit unendlicher Arbeit erfiillt und mit den gr613ten be ruflichen Erfolgen gesegnet. AIle, die mit ihm zusammen arbeiteten oder zusammen sein konn ten, werden ihn nicht vergessen. IX t Ministerialdirektor i. R. Alfred Eckhardt Am 10. Februar 1960 verstarb an seinem Ruhesitz Bad Wiessee in Oberbayern der ehemalige Chef der Marinebauverwaltung, Ministerialdirektor i. R. Alfred Eckhardt, im 88. Lebensjahr. Mit ihm verliert der See- und Hafenbau einen Kollegen, dem das seltene Gliick zuteil wurde, inner halb seiner 50jahrigen Tatigkeit als Mitglied, dann als Leiter der Marinehafenbauverwaltung auf dem Gebiet des Marinehafenbaues und des Seebaues Anlagen groBen AusmaBes erstellen zu kon nen. Er hat es verstanden, unter weitgehendster Einschaltung der privaten Wirtschaft des Stahl-, Beton- und Tiefbaues sich die rasante Entwicklung in der Technik fiir seine Aufgaben nutzbar zu machen und dafUr einen ihm mit Begeisterung folgenden groBen Mitarbeiterkreis um sich zu sammeln. Am 30. Mai 1872 in Kassel geboren, studierte Eckhardt nach Besuch des Realgymnasiums an der Technischen Hochschule Hannover Bauingenieurwesen und trat nach der ersten Staatsprii- fung 1896 in den Dienst der die folgenden GroBbauten Eisenbahndirektion Hanno- genannt: ver. Bei der Eisenbahn legte Aufbau eines Kriegsha- er auch die zweite Staats- fens in Helgoland; priifung ab und wurde zum Wiederaufbau und Erwei- Regierungsbaumeister er- terung des Hafens Helgoland nannt. 1901 trat er jedoch nach seiner Zerstorung im in das Hafenb auressort der erste n Weltkrieg; Kaiserlichen Werft in Wil- Ausbau und Neubau der helmshaven iiber und stieg Marinehafenanlagen in Pil- in schneller Folge in ver- lau, Memel, Warnemiinde, schiedenen Positionen zum Swinemiinde und der Staats- Marineoberbauratauf(1910). werften in Kiel und Wil- Nach dem ersten Weltkrie- helmshaven; ge war Eckhardt zunachst die zu den groBen Bau- Strombaudirektor in Wil- ten auf diesem Spezialge- helmshaven, iibernahm 1933 biet gehOrenden Seeschleu- die oberste Leitung des Ma- sen der III. und IV. Ein- rinehafenbaues in Berlin, fahrt in Wilhelmshaven; wurde 1938 zum Mini- Bau-und Reparaturdocke sterialdirigenten und 1942 VII und VIII in Wilhelms- zum Ministerialdirektor und haven; Amtschef befOrdert. /i/ /) IT Baudock Kap Horn in Von seiner umfangreichen . ;6-L...J1J- et:?f'4; ev?c/{... Bremen; T' -. Bautatigkeit auf dem Gebiet VI Bau von groBraumigen, des Seebaues seien hier nur gegen Luftangriffe geschiitz- ten Vnterstanden fUr V-Boote und Schnellboote wahrend des zweiten Weltkrieges; Bau des groBten V-Boot-Werftbunkers in der Nahe von Bremen. Der Hafenbautechnischen Gesellschaft gehOrte Eckhardt seit der Griindung der Gesellschaft an und war jahrelang auch in ihrem Vorstand vertreten. In Anerkennung seiner groBen Ver dienste auf dem Gebiet des Marinehafenbaues und um den Aufbau und die Entwicklung der Hafenbautechnischen Gesellschaft von ihrer Griindung an ernannte ihn die Gesellschaft 1942 zu ihrem Ehrenmitglied. Auf literarischem Gebiet hat sich Eckhardt besonders dem Problem des Angriffs der Wellen auf Seebauten und technischen Berichten iiber die verschiedenen GroBbauten der Marine ge widmet. Ein groBer Teil seiner Veroffentlichungen ist auch in den Jahrbiichern der Hafenbau technischen Gesellschaft erschienen. Am SchluB des zweiten Weltkrieges muBte Eckhardt zum zweitenmal erleben, wie auf Ver anlassung der Besatzungsmachte nahezu samtliche seiner GroBbauten der Zerstorung anheim fielen. Nachdem er sich noch einige Jahre in der Bauindustrie betatigt hatte, zog er sich nach Bad Wiessee zuriick, wo er zusammen mit seiner Gattin noch mehr als zehn gliickliche Jahre ver bringen konnte. Hier suchten ihn seine alten Freunde und Mitarbeiter des Ofteren auf, um mit ihm der vergangenen Zeiten zu gedenken. In den letzten Jahren war es ihm dann vergonnt, noch den Beginn des Wiederaufbaues seiner zerstorten IV. Einfahrt in Wilhelmshaven zu erleben.

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